Kunstlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

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Christian Tobin (Mayer), "Kugelbrunnen", 1988, Granit; Gesamtfläche: 4,70 x 4,90 m; Quellstein: 0,57 x 1,40 x 2,40 m; Kugel: Durchmesser: 1,05 m. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Christine Kellermann

Christian Tobin (Mayer), "Kugelbrunnen", 1988, Granit; Gesamtfläche: 4,70 x 4,90 m; Quellstein: 0,57 x 1,40 x 2,40 m; Kugel: Durchmesser: 1,05 m 

Wadgassen, Tobin, Brunnen

Christian Tobin (Mayer)

"Kugelbrunnen", 1988

Granit; Gesamtfläche: 4,70 x 4,90 m; Quellstein: 0,57 x 1,40 x 2,40 m; Kugel: Durchmesser: 1,05 m

Wadgassen, Hostenbach, Grünanlage Nähe Marktplatz, Buschstraße

 

Den ersten Kugelbrunnen schuf Christian Mayer (Christian Tobin) 1983 für die Internationale Gartenbauausstellung in München. Es folgten anschließend zahlreiche Varianten im In- und Ausland. Der Reiz dieses Brunnentyps liegt in einer tonnenschweren, hydrostatisch gelagerten Steinkugel, die sich in der Vertiefung des Brunnensteins dreht. Die Hostenbacher Variante von 1988 besteht aus einer Kugel aus rotem Granit, die in der exzentrisch eingearbeiteten Mulde eines liegenden Quaders von dem hervorquellenden und -spritzenden Wasser gehalten und bewegt wird. Im Unterschied zu der völlig ebenmäßigen Steinkugel lebt der Quellstein von seiner unregelmäßigen, rauen, gerillten Oberfläche, über die das Wasser auf den gepflasterten Boden und in einen umlaufenden Syphon rinnt. Die Wasserversorgung übernimmt eine Umwälzpumpe mit einem Druck von 1 bar und einer Förderkapazität von 35 Kubikmetern in der Stunde. Im Saarland wurde eine weitere Variante des Kugelbrunnens in St. Wendel realisiert.

 

Bibliografie

  • Jo Enzweiler (Hg.): Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 3, Landkreis Saarlouis. 1945-2006. Saarbrücken 2009

 

Oranna Dimmig

letzte Änderung: Montag, 20.04.2009