Kunstlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

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Gunter Demnig, Stolpersteine für Albert und Rosa Herzog, 2007 und 2010. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011

Gunter Demnig, Stolpersteine für Albert und Rosa Herzog, 2007 und 2010 

Gunter Demnig, Stolperstein für Albert Herzog, 2007. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011

Gunter Demnig, Stolperstein für Albert Herzog, 2007 

Albert Herzog. Foto: Gedenkblatt für Albert Herzog, 1995 (Yad Vashem The Holocaust Martyrs' and Heroes' Remembrance Authority)

Albert Herzog 

Gunter Demnig, Stolperstein für Rosa Herzog, geb. Gottlieb, 2010. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, O.D., 2011

Gunter Demnig, Stolperstein für Rosa Herzog, geb. Gottlieb, 2010 

Rosa Herzog, geb. Gottlieb. Foto: Gedenkblatt für Rosa Herzog, 1995 (Yad Vashem The Holocaust Martyrs' and Heroes' Remembrance Authority)

Rosa Herzog, geb. Gottlieb 

Illingen, Demnig, Stolperstein, Herzog, Albert und Rosa

Gunter Demnig

2 Stolpersteine
Beton, Messing, per Hand eingeschlagene Inschrift, 96 x 96 x 100 mm
Illingen, Judengasse 1

 

 

  • Stolperstein für Albert Herzog
    Initiative: Matthias Schneider und Sebastian Schneider
    Verlegedatum: 19. November 2007

    Text der Inschrift: 

    "Hier wohnte / Albert Herzog / Jg. 1885 / deportiert 22.10.1940 / Gurs / Rivesaltes / ermordet 1942 in / Auschwitz"

 

 

  • Stolperstein für Rosa Herzog
    Initiative: Matthias Schneider und Sebastian Schneider
    Verlegedatum: 9. März 2010
    Text der Inschrift:
    "Hier wohnte / Rosa Herzog / geb. Gottlieb / Jg. 1892 / deportiert  22.10.1940 / Gurs / 1942 Rivesaltes /  ermordet 14.8.1942 in / Auschwitz"

 

 

Biografien:

Albert Herzog, geboren 1885 im badischen Gemmingen, und seine Ehefrau Rosa Herzog, geb. Gottlieb, geboren 1892 in Saarburg, lebten in Illingen. Albert, mit den Eisernen Kreuzen erster und zweiter Klasse ausgezeichneter Veteran des Ersten Weltkrieges, war von Beruf Malermeister, Rosa war Hausfrau. Nach der Pogrom-Nacht im November 1938 wurde Albert Herzog nach Dachau verschleppt; er kam später nach Illingen zurück. Das Ehepaar wurde am 22. Oktober 1940 ("Aktion Bürckel") nach Frankreich in das Internierungslager Gurs deportiert. 1942 wurden Albert und Rosa Herzog über die Internierungs- und Sammellager Rivesaltes und Drancy nach Auschwitz gebracht und dort im August 1942 ermordet. 

Ein Sohn ist in die USA ausgewandert; er hat für seine Eltern Gedenkblätter in der Gedenkstätte Yad Vashem hinterlegt.

Der Stolperstein für Rosa Herzog wurde nachträglich verlegt.

 

 

Bibliografie und Quellen

  • Die Listen der am 22. Oktober 1940 aus der Pfalz und dem Saarland nach Gurs deportierten Juden. Mit ergänzenden Angaben über das Schicksal der pfälzischen Juden von Wilhelm Denig. Bearbeitet von Editha Bucher. In: Dokumente des Gedenkens mit Beiträgen von Wilhelm Denig und Henry R. Huttenbach, herausgegeben in Zusammenarbeit mit Editha Bucher von Franz-Josef Heyen. Koblenz 1974, S. 110-192, S. 115-118 (Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland 1800 bis 1945, herausgegeben von der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz in Verbindung mit dem Landesarchiv Saarbrücken, Band 7) (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Bd. 18)
  • Hermann Volk: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Band 4, Saarland. Herausgegeben vom Studienkreis zur Erforschung und Vermittlung der Geschichte des deutschen Widerstandes 1933-1945, vom Bundesvorstand und vom Landesverband Saar der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten. Köln 1990, S. 98-99
  • Albert Marx: Die Geschichte der Juden im Saarland vom Ancien Régime bis zum Zweiten Weltkrieg. Saarbrücken 1992, S. 214 ff
  • Saarbrücker Zeitung, 10.3.2010
  • Gedenkblätter für Albert und Rosa Herzog in Yad Vashem (www.yadvashem.org)
  • Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945 (www.bundesarchiv.de/gedenkbuch)
  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Objekt Nr. 4407 und 4406


Redaktion: Oranna Dimmig

letzte Änderung: Dienstag, 12.04.2011